Stress

Depression / Erschöpfung / Burnout

Fühlen Sie sich dauernd erschöpft, gedrückt oder gereizt? Können Sie sich nur schwer zu Aktivitäten aufraffen? Trinken Sie mehr Alkohol als sonst für Sie üblich? Fühlen Sie sich „ausgebrannt“? Dann kann es sein, dass Sie an einer Depression, chronischer Erschöpfung oder einem Burnout leiden. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Unser Leben ist ein Leben im Stress. Wir alle durchlaufen „Stresskarrieren“, da unsere Stresssysteme früh im Leben programmiert und lebenslang durch den eigenen Lebensstil beeinflusst werden. Unsere Stresssysteme springen je nach Programmierung mehr oder weniger schnell und stark an, wenn wir Herausforderungen begegnen. Und sie schalten wieder ab, wenn wir die Sache geregelt haben.

Wenn die Stresssysteme nicht mehr ganz abschalten, stört dies Erholung und Regeneration. Größere Stressempfänglichkeit bei geringerer Belastbarkeit sind dann die Folge. Ungünstige Stresskarrieren sind oft die Folge einer „Lebensfalle“, wie einer nicht intakten Beziehung, anhaltenden Konflikten am Arbeitsplatz, zunehmender Unzufriedenheit mit der Lebenssituation oder übersteigerten Ansprüchen und Kompensationsversuchen. Wenn es nicht gelingt, sich aus derartigen Fallen zu befreien, kann dies zu einer depressiven Entwicklung führen.

Von einer Depression im offiziellen Sinne spricht man, wenn bestimmte Symptome länger als zwei Wochen fortbestehen. Zu diesen zählen Schlafstörungen, körperliche und seelische Erschöpfung, Freudlosigkeit und Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifel und anhaltendes Grübeln bis hin zu Verzweiflung und Gedanken daran, sich das Leben zu nehmen.

Wenn Sie vermuten, von einer Depression oder einer anderen psychischen Störung betroffen zu sein, zögern Sie nicht lange – vereinbaren Sie einen Termin für ein diagnostisches Erstgespräch in unserer Ambulanz. Die richtige Diagnose ist der erste Schritt auf dem Weg zu der für Sie passenden Behandlung!

Sorgen und Angst

Angst ist ein extrem wichtiges Gefühl – sie sorgt dafür, dass wir Gefahrensituationen als solche erkennen und bereitet ein entsprechendes Verhalten vor (z.B. Flucht aus einer gefährlichen Situation). Ohne Angst als Wegweiser aus kritischen Situationen hätten wir es als Menschen nicht so weit geschafft. Doch wenn Angst unseren Alltag bestimmt, ist etwas mit unserem natürlichen Warnmechanismus aus der Bahn geraten. Leiden Sie an starken Ängsten, die Sie in Ihrem Alltag einschränken? Sind Sie ständig besorgt, auch um alltägliche Dinge? Dann leiden Sie vielleicht an einer Angststörung. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Es gibt viele verschiedene Arten von Angststörungen. Alle haben gemeinsam, dass das dominierende Gefühl eine starke, den Alltag einschränkende Angst ist. Diese Angst ist dabei deutlich stärker, als es in den Situationen angemessen wäre.

Fürchtet man sich vor spezifischen Dingen oder Situationen (z.B. bestimmten Tieren, Spritzen, Höhen oder dem Fliegen), spricht man von einer spezifischen Phobie. Angst in sozialen Situationen (z.B. vor einem öffentlichen Vortrag) nennt man soziale Phobie. Plötzliche Angstanfälle mit heftigen körperlichen Symptomen (z.B. Herzrasen, Atemnot, Engegefühl in der Brust), die wie aus dem Nichts über die Betroffenen hereinbrechen, treten im Rahmen einer Panikstörung auf. Bei sorgenvollem Grübeln über alltägliche Ereignisse kann es sich um eine generalisierte Angststörung handeln.

Wie Sie sehen können, ist das Spektrum der Angststörungen groß. Eine ausführliche Anamnese und eine richtig durchgeführte Diagnostik sind hier das A und O, um die passende Art der Behandlung zu finden. Viele Betroffene warten sehr lange, bis sie sich mit einer Angststörung in Behandlung begeben. Dabei besteht das Risiko, dass die Erkrankung chronisch wird und sich noch weitere psychische Erkrankungen (z.B. eine Depression) entwickeln. Angststörungen sind behandelbar! Warten Sie nicht zu lange, falls Sie denken, an einer Angststörung zu leiden. Vereinbaren Sie einen Termin für ein diagnostisches Erstgespräch in unserer Ambulanz. Die richtige Diagnose ist der erste Schritt auf dem Weg zu der für Sie passenden Behandlung!

Zwangsstörungen

Leiden Sie an immer wiederkehrenden Gedanken, die Ihnen Angst einjagen – zum Beispiel daran, dass sie einer anderen Person etwas antun könnten? Oder müssen Sie bestimmte Dinge immer wieder tun, obwohl Sie dies längst nicht mehr wollen – zum Beispiel Dinge kontrollieren, sich waschen oder etwas immer in der gleichen Reihenfolge tun? Dann leiden Sie eventuell an einer Zwangsstörung. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Jeder Mensch kennt das Gefühl, das einen manchmal überkommt, wenn man die Wohnung verlässt: Ein plötzlicher Schrecken – habe ich den Herd ausgemacht? Meinen Schlüssel dabei? Sind die Fenster zu? Solche Erlebnisse sind völlig normal. Auch Gedanken, die einen erschrecken oder verwirren können, kennt jeder Mensch – unser Gehirn produziert rund um die Uhr Bilder und Gedanken. Kann man sich jedoch von bestimmten Gedanken oder Handlungen nicht mehr lösen, liegt evtl. eine Zwangsstörung vor.

Bei Zwangsstörungen unterscheidet man zwischen Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, die entweder allein oder auch zusammen auftreten können.

Zwangsgedanken sind Gedanken, die sich einer Person immer und immer wieder aufdrängen, obwohl sie diese gar nicht denken möchte. Dabei handelt es sich zumeist um Gedanken, die für den Betroffenen sehr unangenehm sind, zum Beispiel Gedanken daran, wie man anderen etwas antut oder Gedanken an sexuelle Handlungen. Betroffene verbringen täglich viel Zeit mit diesen Gedanken und würden sie am liebsten aus ihrem Kopf verbannen.

Zwangshandlungen sind solche Handlungen, die eine Person immer und immer wieder durchführt, die von ihr jedoch als unsinnig oder unnütz bewertet werden. Häufig handelt es sich dabei um Kontrollieren (z.B. ob der Herd richtig ausgeschaltet ist) oder sich waschen, aber es gibt auch noch viele andere Arten von Zwangshandlungen. Betroffene verbringen täglich viel Zeit damit, ihren Zwangshandlungen nachzugehen, was sie in ihrem Alltag sehr einschränkt.

Unbehandelt verlaufen Zwangsstörungen dabei häufig chronisch. Betroffene leiden enorm unter den Zwängen und sie können zum Teil kaum noch ihren alltäglichen Tätigkeiten nachgehen. Häufig treten in der Folge dann noch andere psychische Erkrankungen auf (z.B. eine Depression). Das muss nicht sein, denn Zwangsstörungen sind gut und zuverlässig behandelbar. Am effektivsten ist dabei eine Psychotherapie – insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie.

Viele von einer Zwangsstörung Betroffene warten über Jahre, bis sie sich in Behandlung begeben – ein sehr langer Leidenszeitraum. Das Risiko für einen chronischen Verlauf und weitere psychische Erkrankungen erhöht sich dabei deutlich. Wenn Sie vermuten, von einer Zwangsstörung oder einer anderen psychischen Störung betroffen zu sein, zögern Sie nicht lange – vereinbaren Sie einen Termin für ein diagnostisches Erstgespräch in unserer Ambulanz. Die richtige Diagnose ist der erste Schritt auf dem Weg zu der für Sie passenden Behandlung.

Emotionale und Beziehungsprobleme

Ein erfolgreiches Leben in unserer Gesellschaft erfordert ein stabiles Selbstbild, das Eingehen und Regeln guter sozialer Beziehungen und eine Steuerung der eigenen Gefühle. Wenn dies nicht gelingt, können Störungen der Identität, ständige Konflikte mit anderen Personen, Impulsivität und schwer beherrschbare Gefühlsschwankungen die Folge sein. Bis zu 5 % der jüngeren Bevölkerung leiden an einer starken Ausprägung dieser Verhaltensprobleme, die heute als „Borderline“-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wird. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Wir Menschen sind Angehörige einer sozialen, nur in Gruppen (über-)lebenden Spezies, die ständig kommuniziert und ihre Beziehungen reguliert. Um uns erfolgreich an die Kultur der Gruppe anpassen zu können, werden die Grundmuster unseres Sozialverhaltens bereits in frühesten Beziehungen (i. d. R. zu den Eltern) geprägt. Dabei kommt ein wichtiges Verhaltenssystem zum Tragen – das Bindungssystem. Das Bindungssystem stellt sicher, dass das allein nicht überlebensfähige Kind in Not die Nähe der Bindungsfigur sucht, um beruhigt, unterstützt und ernährt zu werden. Die Entwicklung des individuellen Bindungsstils entscheidet im späteren Leben darüber, wie man mit sich selbst und den anderen in der Not umgeht; ob man sich z. B. selbst beruhigen kann oder sich Hilfe bei Vertrauten holt etc.

Im Falle negativer („bindungstraumatischer“) Bindungserfahrungen kann es zur Entwicklung eines überempfindlichen und „chaotischen“ Bindungsstils kommen. Dieser äußert sich in extremer Angst, verlassen zu werden, instabilen Beziehungen, die zwischen Idealisierung und Entwertung des Partners schwanken, einem instabilen Selbstbild, das immer wieder mit dem Gefühl der Leere und der Sinnlosigkeit sowie mit Scham- und Schuldgefühlen einhergeht, impulsivem, oft selbstschädigendem Verhalten und ausgeprägter emotionaler Instabilität in der Form extremer Angst, von Wutanfällen und depressiven Krisen aufgrund eines sehr leichten und dabei starken Ansprechens der Gefühle.

Wenn Sie vermuten, von einer Persönlichkeitsstörung oder einer anderen psychischen Störung betroffen zu sein, zögern Sie nicht lange – vereinbaren Sie einen Termin für ein diagnostisches Erstgespräch in unserer Ambulanz. Die richtige Diagnose ist der erste Schritt auf dem Weg zu der für Sie passenden Behandlung.

Traumafolgestörungen

Manchmal erlebt man schreckliche Dinge, die einen nicht mehr loslassen – zum Beispiel einen Unfall, eine Gewalttat oder eine Naturkatastrophe. Haben Sie so ein Ereignis erlebt? Leiden Sie an ständig wiederkehrenden, bildhaften Erinnerungen daran, gegen die Sie sich nicht wehren können? Sind Sie ständig angespannt oder nervös und haben das Gefühl, auf der Hut sein zu müssen? Fühlen Sie sich von Ihrem Umfeld isoliert? Dann kann es sein, dass Sie an einer Traumafolgestörung leiden. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Unser Leben ist nicht ungefährlich. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung erlebt Unfälle, Angriffe auf Leib und Leben oder sexualisierte Gewalt. Angehörige des Militärs, der Feuerwehr oder der Polizei machen in der Ausübung ihres Dienstes häufiger Extremerfahrungen, die die Bewältigungs- und Verarbeitungskapazität überfordern können. In all diesen Fällen kann es nach Wochen, Monaten oder auch Jahren zu psychischen Störungen kommen, die als Traumafolgestörungen bezeichnet werden.

Unsere Erfahrungen bestimmen unsere Erwartungen in Bezug auf zukünftige Situationen. Kommt es unerwartet zu schmerzlichen, bedrohlichen oder gar schädigenden Ereignissen, die jenseits des Vorstellbaren liegen, kann das Gefühl existenzieller Sicherheit, das uns normalerweise trägt, wegbrechen. Die bislang sichere und vertraute Umwelt wird plötzlich zu einem gefährlichen, unvertrauten Ort, den man vermeidet. Die Betroffenen sind in einem ständigen Alarmzustand, erwarten Schlimmes und werden von Erinnerungen gequält. Dies ist insbesondere der Fall, wenn wiederholte traumatische Erlebnisse bewältigt werden müssen.

Traumafolgestörungen lassen sich am Beispiel der am häufigsten auftretenden Posttraumatischen Belastungsstörung verdeutlichen: Es kommt zu Intrusionen, d. h. unwillkürlich auftretenden Wiedererinnerungen der traumatischen Situation, zu ständigen Albträumen, zu dissoziativen Zuständen und zu starken körperlichen und seelischen Reaktionen, wenn Reize an das Trauma erinnern. Eine Folge ist ein ausgeprägtes Sicherheits- und Vermeidungsverhalten in Bezug auf Merkmale der traumatischen Situation; eine andere Folge besteht in Veränderungen des Erinnerns, Denkens, Erlebens: Details der traumatischen Situation können nicht mehr erinnert werden, negative Vorstellungen über die eigene Person und die eigenen Möglichkeiten nehmen Überhand, und anhaltende ängstlich-depressive Gefühlslagen stellen sich ein. Zugleich befinden sich die Betroffenen in einem anhaltenden Alarmzustand, der mit Schlafstörungen, Irritierbarkeit, psychischer Erschöpfung und Ähnlichem einhergeht.

Wenn Sie vermuten, von einer Traumafolgestörung oder einer anderen psychischen Störung betroffen zu sein, zögern Sie nicht lange – vereinbaren Sie einen Termin für ein diagnostisches Erstgespräch in unserer Ambulanz. Die richtige Diagnose ist der erste Schritt auf dem Weg zu der für Sie passenden Behandlung.

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